Das Getreide

Unser Getreide bauen wir auf unseren Flächen rund um Apelnstedt und im Naturschutzgebiet Riddagshausen an.

Durch unsere weite, siebenjährige Fruchtfolge auf der Basis eines zweijährigen Kleegrases gelingt es uns, gänzlich auf Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger zu verzichten.

Die Flächen sind seit langer Zeit, zum Teil seit über 30 Jahren, biologisch bewirtschaftet, fast komplett von Hecken oder Säumen umgeben und wildkraut- und insektenreich.

Das Getreide dreschen wir mit unserem Mähdrescher, lagern es auf unserem Hof und reinigen es hier auch zum Verkauf. Wir bieten es in 1kg-, 5kg- und 25kg-Säcken an, in größeren Mengen auch in Bigbags oder lose.

Weizen

Weizen bauen wir in der Winter- und in der Sommerform an. Der Sommerweizen hat meist einen höheren Klebergehalt und wird deswegen bevorzugt zu Auszugsmehl verarbeitet.

Damit unser Weizen die für guten Backweizen wichtigen hohen Proteingehalte erreicht, steht er auf unseren Äckern an der besten Stelle der Fruchtfolge, direkt hinter den Stickstoff sammelnden Leguminosen.

Dinkel

Dinkel ist ein alter Verwandter des Weizens, der in Süddeutschland traditionell angebaut wird.  Neuerdings erfreut er sich aber auch im Norden Deutschlands zunehmender Beliebtheit.

In den einzeln an der Ähre sitzenden bespelzten Vesen befinden sich jeweils zwei Körner, die bei der Ernte nicht ausgedroschen werden. Bei einem folgenden zweiten Arbeitsgang, dem Schälen, werden die Körner vom Spelz befreit.

Wir bauen die langstrohigen Rotkorn-Dinkel an, die aufgrund der Länge ihrer Halme sehr effektiv Beikräuter auf dem Acker unterdrücken.

Emmer

Emmer gehört zu den Hartweizen und drischt – wie Dinkel – im Spelz, so dass er nach der Ernte in einem weiteren Arbeitsgang geschält werden muss. Die Körner sind klein und glashart.

Emmer gehörte schon zum Speiseplan der neolithischen Bauern, wird jedoch schon länger nicht mehr züchterisch bearbeitet und wirkt im Wüchs urtümlich grasartig.

Gekocht lassen sich aus Emmer zum Beispiel Suppen und herzhafte Salate bereiten. In Kombination mit Roggen kann man ihn auch gut zu Vollkornbrot verbacken.

Die letzte Ernte ist leider schon ausverkauft. Im Frühjahr 2018  wollen wir wieder Emmer aussäen.

 

Einkorn

Einkorn ist eine der ältesten Getreidearten und wurde bereits vor 9500 Jahren am Oberlauf von Euphrat und Tigris kultiviert.

Wie Dinkel und Emmer drischt auch Einkorn im Spelz, die Vesen enthalten aber jeweils nur ein Korn. Die Körner sind klein, weich und zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an essentiellen Aminosäuren, Mineralstoffen und Gelbpigmenten (Carotinoiden) aus.

Beim Backen von Einkornbrot muss man trotz hoher Klebergehalte ein wenig tricksen, da der Kleber sehr weich ist.

Roggen

Roggen ist das in Bio-Bäckereien in der Regel am häufigsten verarbeitete Getreide. Sein langer Wuchs, sein gutes Vermögen, sich Nährstoffe anzueignen und seine Anspruchslosigkeit sichern ihm im Anbau regelmäßig den schlechtesten Platz in unserer Fruchtfolge, mit dem er aber problemlos zurechtkommt.

In den abreifenden, lichter werdenden Roggenbeständen finden im Sommer viele Wildkräuter einen Platz, die in den üblich dichten Weizenbeständen keine Chance haben.

Beim Roggen ist es besonders wichtig, ihn sobald er reif ist, zügig zu ernten, da Roggen schnell auswächst und dann zum Backen nicht mehr zu gebrauchen ist.

Nackthafer

Dies ist die freidreschende Form des Spelzhafers: das heißt, dass die Haferkerne nicht mit dem Spelz verwachsen sind und so (wie Weizen und Roggen) im Mähdrescher ausgedroschen werden.

Weil der beim Spelzhafer erforderliche Arbeitsgang des Schälens und Dämpfens entfällt, sind die Körner bis zum Vermahlen lebendig, was den Biobäckern und vielen „Selbstflockern“ wichtig ist.

Alles Getreide wird bei uns am Hof gelagert.  Weizen, Roggen und Nackthafer befreien wir vorm Absacken bzw. Eintüten mit unserer Getreidereinigungsanlage von Beikrautsamen und Bruchkörnern. Was rausgereinigt wird, bildet den „Ausputz“  – ein sehr beliebtes Hühnerfutter, das wir im Hofladen in 25-kg-Säcken anbieten (wegen der hohen Nachfrage  nicht  immer vorrätig!)

Als Tierfutter bieten wir außerdem im Hofladen Futterweizen in 25-kg-Säcken an. Das ist gereinigter Weizen, der nicht backfähig ist.

Für Markt, Hofladen und einige Naturkostläden füllen wir das Getreide in 1-kg- und 5-kg-Tüten ab:

Vollkornmehl aus Weizen, Dinkel,  Einkorn und Roggen ist im Hofladen vorrätig!

Vollkornmehl aus unserem Getreide

Die Vollkornbäckerei Brot & Wein in Evessen bäckt aus unserem Getreide Brot und Brötchen für unseren Hofladen.